Romy in Norwegen

Dort, wo nicht mal mehr der Pfeffer wächst...
 

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Norwegische Namenskunde

Gestern Abend waren Verena und ich in Tønsberg unterwegs. Wäre auch ganz nett gewesen, wenn's nicht in Strömen gekübelt hätte. Wahnsinn, das Wetter hier im August. Wir also jedenfalls mit dem letzten Bus von Skallevold rein in die Stadt und runter zur Hafenpromenade. Dann erstmal ins Baku, Hauptsache weg von dem Sauwetter. Drinnen trafen wir auf Lars. Lars ist so Ende dreißig, der typische Durchschnitts-Skandinavier mit Sinn für schöne Möbel (nein, nicht IKEA) und schöne Tage und ein guter Freund von Verenas Bruder. Während die beiden also im Akkord Sekt gebechert haben, hab ich erstmal ein recht amüsantes Gespräch mit einem anderen Kerl mit dem göttlichen Namen Thor (zu Namen gleich mehr) am Nebentisch geführt, der der festen Überzeugung war, die Norweger wären ja das reisefreudigste Volk überhaupt und ja sowieso Wikinger und somit die Weltenbummler schlechthin.  Soso. Und wo warst du denn überall? Die Fernreise ging nach Fuerteventura. Das ist natürlich beachtlich.  Naja, der Nordeuropa-Bonus, das lassen wir mal gelten.

Jedenfalls war ich froh, dass ich aufgrund der männlichen Begleitung nicht bezahlen musste. Da war ich ohne Scheiß wirklich froh drüber, nachdem ich die stolze Rechnung für 3 Bier und 3 Jägermeister in der Hand hatte: Knapp 40 Euro. Hm, bescheiden.  Ausgehen sollte ich hier oben wohl langsam aber sicher mal in die Luxuskategorie einordnen.

So sind wir dann erst gegen 5 im Bett gewesen. Allerdings nicht im eigenen, denn Verena konnte natürlich nicht mehr fahren, so sind wir bei Lars geblieben, der im Zentrum eine (extrem stylische, puristische, Cousin Simon wäre entzückt!) Wohnung besitzt und mehrere Schlafzimmer. Sehr schön. Danach noch ein 7-Euro-Frühstück am Hafen gegen 11:30 (zwei Spiegeleier auf Toast, Bacon, 2 Tomaten und ein Salatblatt inkl. Kaffee) und dann ab nach Hause.

Aber zurück zum Thema, da möchte ich doch mal genauer auf die skandinavischen Namen eingehen. Hier gibt es nämlich allerhand kuriose Namen, bei denen selbst ich am Anfang erst nochmal nachfragen oder gar lachen musste. Kleine Warnung vorneweg, ihr stellt euch die Namen am besten nicht bildlich vor, dann geht's einigermaßen. ;-) Zu meinem bisherigen Gruselnamens-Sammelsurium gehören also bisher folgende - und ich betone, durchaus GÄNGIGE - männliche Modelle:
Øyvind (oder auch Eivind), Dag (-obert? ), Kolbjørn, Oddgeir und - Achtung festhalten, als absolute Krönung: Asgeir. Da hab ich mich persönlich beim ersten Lesen weggeschmissen. Weiß der Geier (höhö, Wortspiel), wie man das ausspricht.

Mädchen haben hier vorwiegend Namen, die bei uns nur noch in der älteren Generation oder überhaupt nicht mehr gängig sind. Wie beispielsweise Hilde, Grete, Lene, Martha, Margarethe. Ganz komischer Fall ist auch Pernille. Davon kenne ich hier schon drei. Aber eigentlich ganz schön, hier ist das wohl alles bisschen traditioneller. :-) Und ehrlich gesagt ist mir das zehnmal lieber als unsere deutschen Wannabe-Amerikaner namens Kevin-Justin oder Mandy-Chantal Drückeberger oder wie auch immer.

Morgen also Einzug in Tønsberg, dann geht's endlich mal mit ein bisschen mehr Action weiter. :-) Und dann dürfte ich, wenn alles klappt, auch mit meinem Notebook online können und euch endlich mal ein paar Bilder zukommen lassen.

Hilsen fra

Romy

29.8.09 22:40

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